Ganze Welt

Mein Philosophielehrer ruft mich ab und zu an und fragt mich wie es mir geht und ich glaube, er ist der Schlüssel zur Weltrettung. Zumindest der Art der Weltrettung der ich nachgehen möchte und die das Projekt, was ich gerade mit starte, verköpern soll.

Um zu verstehen wie ich die Welt glaube retten zu können und welche Rolle hierbei mein Philosophielehrer hat, ist eigentlich nur ein Satz wichtig;

»Wer ein Leben rettet, der rettet eine ganze Welt und wer ein Leben zerstört, der zerstört eine ganze Welt.«

Talmud, Sanhedrin 37a13

Ich möchte Menschen zusammenbringen, tiefgreifende Beziehungen aufbauen, Spuren in den Leben von Menschen auf der ganzen Welt hinterlassen. Ich möchte auf kreative, künstlerische Weise auf Probleme aufmerksam machen und gemeinsam Ideen entwickeln, wie diese Welt besser und schöner werden kann. Vor allem möchte ich auf den Wert, dieses einen Lebens, was wir, was ich habe, aufmerksam machen. Wie Jorge Bucay in seinem Buch, in unserem diese Rolle erfüllend spielen zu können und die drei Fragen beantworten zu können, müssen wir frei sein, Freiheit haben. Denn wir können uns nicht beantworten wer wir sind, wenn wir, wo wir im Leben nicht wir selbst sein können und wir können uns nicht fragen, wohin wir gehen wollen wenn wir eingesperrt sind und wenn wir dann zumindest wüssten wer wir sind und wohin wir gehen wollen, dann könnten wir nicht sagen, wen wir auf unserem Weg nun mitnehmen wollen, wenn die Menschen um uns herum in ihrer selbst verloren und verwirrt sind und nicht wissen, wohin sie gehen möchten. Die dritte dieser Fragen, ist die erste bei der es um das Einschließen von Mitmenschen geht. Das erklärt auch meinen Weg sehr gut: In dem wir anderen helfen oder sie auf ihrem Weg begleiten, die beiden ersten Fragen zu beantworten, berühren wir durch unsere zwischenmenschliche Beziehung viele, viele andere Menschen.

Mein Philosophielehrer kommt jetzt ins Spiel, denn er ruft mich ja wie gesagt ab und zu an und fragt mich wie es mir geht. Er tut das aus Güte – aus Menschlichkeit. Er ist ein Mensch (מענטש‎) und verhält sich auch so. Denn ich bin ihm wichtig, er hält mich für einen guten Menschen, und sieht es als seine Pflicht, seine Aufgabe, von Herzen sich um mich zu sorgen. Weil wir Menschen sind. Das ist, wie ich denke, unsere Aufgabe auf dieser Welt.

Wenn wir das als Projekt verkörpern möchten, dann muss unser Grundkonsens nicht Antiautorität & Antistaatlichkeit, Antikapitalismus, Antifaschismus, Antirassismus, Feminismus, Internationalismus und Radikalökologie sein, sondern Menschlichkeit. Das muss als erster und wichtigster Punkt in unserem Vorstellungstext auf unserer Website sein. Sobald Menschlichkeit vorausgesetzt wird, ergibt sich von Schritt zu Schritt auch Antidiskriminierung und alles andere oben stehende daraus (Zum Beispiel: Kapitalismus = unmenschlich).

Um Menschen zu berühren und die Welt nachhaltig verändern zu wollen, brauchen wir an erster Stelle Menschlichkeit, wir brauchen Lehrer, denen ihre Schüler so wichtig sind, wie ich meinem Religionslehrer, wir brauchen Freunde, bei denen wir wir selber sein können, wir brauchen Geliebte und Partner denen wir alles erzählen können. Wir brauchen mehr Vertrauen, Güte, Liebe, Respekt, Frieden, Freiheit.

Menschlichkeit (מענטשלעכקייט).